• Die Zukunft mitgestalten

    Die Hector Fellow Academy stößt innovative Forschungsprojekte in neuen wissenschaftlichen Fragestellungen an.

Symposium 2018

Die zweite Quantenrevolution: Von der Quantenkommunikation zum Quantencomputer – Auf dem Weg zu einer neuen Informationstechnologie

Die Zukunft: Quantentechnologien

Öffentliche Abendveranstaltung gibt Einblick in das technologisch bedeutsame Forschungsfeld der Quantenkommunikation.

Das Symposium der Hector Fellow Academy mit dem Titel „Die zweite Quantenrevolution: Von der Quantenkommunikation zum Quantencomputer – Auf dem Weg zu einer neuen Informationstechnologie“ fand am Donnerstag, den 19. Juli 2018, statt. Die Hector Fellow Academy lud gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Deutschen Museum München, in das Literaturhaus ein.

350 am Themenfeld interessierte Zuhörer waren zu der öffentlichen Abendveranstaltung gekommen, darunter auch geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Das Symposium war bereits einige Wochen im Voraus ausgebucht. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wurde eine Liveübertragung der Vorträge in einem weiteren Saal angeboten.

Es referierten die im Forschungsfeld der Quantentechnologie prominenten Redner Prof. Dr. Anton Zeilinger, Professor an der Universität Wien und Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, und Prof. Dr. Rainer Blatt, Professor an der Universität Innsbruck und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der ÖAW. Die Eröffnung des Symposiums erfolgte durch Prof. Dr. Immanuel Bloch, Hector Fellow, Professor an der LMU und Direktor des Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Durch die Veranstaltung führte der Generaldirektor des Deutschen Museums München, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl.

Im Vortrag „Von Quantenrätseln zur Quanteninformation und Quantenkommunikation“ vermittelte Prof. Dr. Zeilinger die Grundbegriffe der Quanteninformation, wie Qubit und die quantenmechanische Verschränkung, und erläuterte deren Anwendung. Zeilinger gab einen Einblick in die Phänomene der Quantenkryptographie und der Quantenteleportation. So präsentierte er unter anderem die kürzlichen Resultate der interkontinentalen Informationsübertragung, welche der chinesische Quantensatellit Micius zwischen China und Österreich ermöglicht hatte.

Im Anschluss hörten die Symposiumsteilnehmer*innen Prof. Dr. Blatt zum Thema „Quantencomputer – Rechenkunst mit Quantenphysik“ sprechen. Blatt führte in das Funktionsprinzip eines Quantencomputers ein und zeigte mit Ketten von gespeicherten Ionen auf, wie ein Quantenprozessor aufgebaut ist. Anhand von Quantensimulationen illustrierte Blatt die Durchführung von einfachen Quantenrechnungen, welche die Basis für Informationsverarbeitung mit Hilfe von Quantentechnologien darstellen.

Die Vortragsveranstaltung schloss mit einer offenen Diskussionsrunde, in welcher dem Publikum Raum für Fragen und Anmerkungen geboten wurde. Im Anschluss konnte beim öffentlichen Empfang noch ein Blick auf den Quantenkoffer der Firma qutools, einer Ausgründung aus der LMU, geworfen werden.

Die Hector Fellow Academy fördert den Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft, und veranstaltet in diesem Rahmen jährlich ein Symposium. Das nächste Symposium der Hector Fellow Academy findet am 11. Juli 2019 in Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg in Heidelberg statt. Unter dem Symposiumstitel „Von galaktischer Archäologie und einem interstellaren Zewitwohnsitz – Galaxienfusion und neue Erden“ werden Prof. Dr. Eva Grebel und Prof. Dr. Joachim Wambsganß, beide Direktoren des Astronomischen Rechen-Instituts an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, referieren. Die Moderation des Abends wird Prof. Dr. Harald Lesch, Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, übernehmen.