• Hector Fellows

    Ausgezeichnete SpitzenforscherInnen aus den MINT-Fächern.

Wissenschaftspreis der Hector Stiftung II

für Professoren aus Heidelberg und Saarbrücken

v.l.: Dr. h.c. Hans-Werner Hector, Josephine Hector, Prof. Dr. Eva Grebel, Prof. Dr. Dr. Thomas Lengauer

HEIDELBERG/WEINHEIM. Mit den unendlichen Weiten des Weltalls beziehungsweise mit der Erforschung von winzigen Molekülen beschäftigen sich die neuen Preisträger des Hector Wissenschaftspreises, der am 30. Januar 2015 im Hotel Europäischer Hof in Heidelberg an Prof. Dr. Eva Grebel (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Dr. Thomas Lengauer (Max Planck Institut für Informatik, Saarbrücken) vergeben wurde. Die 2009 erstmals vergebene Auszeichnung für herausragende Wissenschaftler deutscher Universitäten ist jeweils mit einem Preisgeld von 150.000 Euro dotiert.

Die beiden Professoren wurden zudem in den Kreis der „Hector Fellows“ aufgenommen, dem nunmehr 20 Naturwissenschaftler angehören. Neben der herausragenden Qualität ihrer Arbeiten verbindet die Fellows das hohe Engagement in der Lehre. Diese Kombination ist der Hector Stiftung besonders wichtig, wie Stifter Dr. h.c. Hans-Werner Hector erklärte. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2013 auch die „Hector Fellows Academy“ aus der Taufe gehoben. Sie dient den Preisträgern als Forum, das Impulse für Innovationen und neue fächerübergreifende Fragestellungen geben möchte, und bietet zehn Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, eigene Projekte – unter der Betreuung eines „Hector Fellow“ – als Doktorand zu bearbeiten.

Eva Grebel ist Professorin für Astronomie an der Universität Heidelberg. Sie ist eine der führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der Galaxienentwicklung. Auf dem jungen Forschungsgebiet der „galaktischen Archäologie“ nutzt sie Alter, Bewegungen und Zusammensetzung von Sternen als fossile Zeugen der Entwicklungsgeschichte naher Galaxien und unserer Milchstraße. Sie untersucht, wie Sternentstehung und Anreicherung mit schwereren Elementen erfolgen, und welche Rolle Verschmelzungsprozesse mit kleineren Galaxien sowie dunkle Materie spielen.

Thomas Lengauer ist Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken sowie Honorarprofessor an der Universität des Saarlandes. Seit den 1990er-Jahren trug er maßgeblich zum Aufbau der Bioinformatik als wissenschaftliche Disziplin bei. Heute umfassen seine Forschungsthemen die rechnergestützte Analyse der Struktur und Wechselwirkungen von Proteinen, den rechnergestützten Wirkstoffentwurf sowie die Entwicklung von Bioinformatikmethoden zu Verständnis, Diagnose und Therapie von Krankheiten.

Dr. h.c. Hans-Werner Hector würdigte beide Wissenschaftler als Pioniere ihres Faches, die sich auch mit ihren Beiträgen zur Weiterentwicklung ihrer Universitäten leuchtend hervorgetan hätten. Sein Dank galt aber auch den übrigen Fellows, die aus der Vielzahl von gemeldeten Anwärtern auf den Hector Wissenschaftspreis eine Vorauswahl der zehn besten Bewerber trafen sowie der Jury, die dann die Preisträger auswählte. Diese Jury bestand aus Prof. Dr. Harald zur Hausen, Medizin-Nobelpreisträger 2008; Prof. Dr. Klaus van Ackern, Alt-Dekan der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Dr. John Feldmann, Aufsichtsratsvorsitzender der KION-Gruppe; und Prof. Dr. Hilbert von Löhneysen; Leiter des Instituts für Festkörperphysik am Karlsruher Institut für Technologie, als Vertreter der Hector Fellows. Eine Stimme in der Jury hatte zudem der Vorstand der Hector Stiftung II, dem Josephine Hector und Dr. h.c. Hans-Werner Hector sowie Uwe Bleich und Horst-Bodo Schauer angehören.